Coach across the Globe

Heide Liebmann

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12. November 2019
von Heide
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Waitangi: Geburtsort der nationalen Identität Neuseelands

Die beiden letzten Tage waren wettermäßig ziemlich unbeständig, und was macht die Reisende zu solchen Zeiten? Richtig, sie bildet sich kulturell weiter.

Vorgestern habe ich daher Waitangi besucht, oder genauer: den Waitangi Treaty Ground. Hier wurde am 5. Februar 1840 der Vertrag zwischen Großbritannien und den United Tribes of New Zealand bzw. einer Versammlung von 400 Vertretern der nördlichen Stämme unterzeichnet, das Gründungsdokument des modernen Neuseelands.

Der Vertrag wurde auf Englisch und auf Maori ausgefertigt, aber offenbar gibt es diverse Unterschiede zwischen den beiden Fassungen, so dass der Kampf der Maori um Anerkennung ihrer Rechte noch immer nicht völlig ausgestanden ist.

Das Gelände ist recht weitläufig und wird inzwischen wunderbar gepflegt. Das war wohl nicht immer so.

Ich nahm an einer geführten Tour teil und ließ mir die historischen Details erklären. Außerdem bewunderte ich das größte Kriegskanu der Welt, Ngā Toki Matawhaorua, das von bis zu 125 Ruderern bewegt und jedes Jahr zum Waitangi Day zu Wasser gelassen wird. Es wurde 1940 gebaut, zum 100-jährigen Jahrestag der Vertragsunterzeichnung.

Im Treaty House konnte ich mir anschauen, wie der damalige Gouverneur James Busby mit seiner vielköpfigen Familie lebte. Das Anwesen verfiel nach seinem Tod, als auch seine Frau und seine Kinder wegzogen. Es ist tatsächlich einem adligen englischen Paar zu verdanken, dass es heute wieder in seinem Glanz erstrahlt, weil sie die historischen Bedeutung der Anlage erkannten und bewahren wollten.

Gegenüber wurde 1940 ein Maori-Versammlungshaus errichtet. Hier fand dann auch eine „Cultural Performance“ statt, die mich wider Erwarten beeindruckt hat. Alles begann mit einer Maori-Willkommenszeremonie, für die wir Besucher*innen uns einen „Chief“ wählen mussten. Dann folgten Maori-Tanz- und -Gesangsdarbietungen, verbunden durch kurze Informationen zur Kultur der Maori. Zum Schluss dann noch ein kurzer Haka, der Kriegstanz, der durch die All Blacks, die neuseeländische Rugby-Nationalmannschaft, international berühmt wurde.

Zu guter Letzt besuchte ich dann noch das moderne Museumsgebäude, das vom ersten Maori-Absolventen eines Architekturstudiums entworfen wurde und wunderschön ist. Auch didaktisch konnte mich die Ausstellung überzeugen, weil beide Seiten, Maori und Briten, zu ihrem Recht kommen.

Und weil ich ja im Urlaub bin und ein gewisses Maß an Dekadenz da auch dazugehört, habe ich dann abends noch ein traditionelles Hangi-Essen gebucht, mit Fleisch und Gemüse aus dem Erdofen – der heutzutage allerdings ein bisschen moderner gestaltet ist und eine Stahlplatte zum Deckel hat ;-). Davor gab es noch eine sehr stimmungsvolle Begegnung mit drei Maori-Chiefs im Urwald und anschließend nochmals eine Vorführung, die noch etwas länger dauerte als die nachmittäglichen 25 Minuten. Das war wieder sehr dicht, und ich habe zwischendurch fast vergessen, ein paar Fotos zu machen, weil ich so gebannt zugeschaut habe. Videos zu machen, war leider verboten.

Ich hoffe, die Bilder geben euch ein paar Eindrücke. Es war jedenfalls nicht die schlechteste Entscheidung, den Tag auf diese Weise zu verbringen!

 

8. November 2019
von Heide
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Scott Beattie: Kiwi kindness in person

Nun bin ich bereits seit einer Woche unterwegs auf meiner großen Reise und komme gar nicht nach mit all meinen Berichten. Sonntag morgen landete ich in Auckland, fuhr mit dem Bus ins Stadtzentrum und bezog mein vorab gebuchtes Zimmer im Attic Backpackers Hostel.

Montag hatte ich dann bereits das erste der von mir geplanten Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen in Neuseeland. Mit Scott traf ich mich in einem netten Café mit sehr gutem Kaffee. Er nahm sich anderthalb Stunden Zeit für mich, meine Fragen und einen Austausch – und er gab mir jede Menge guter Tipps. Und das war noch nicht alles! Aber der Reihe nach:

Vom Banking zum Coaching

Scott Beattie28 Jahre lang reiste Scott durch die Welt für seine Arbeitgeber, große, international tätige Banken. Irgendwann stellte er fest, dass ihm seine Leidenschaft für das Banking abhanden gekommen war. Aber gleichzeitig merkte er, dass es ihm Freude machte, sein Team zu fördern und zu beobachten, wie Menschen sich entwickelten.

Er war schon lange Mentor für Absolventen gewesen, hatte teilweise 10 bis 15 Leute gleichzeitig betreut, und das gab schließlich den Ausschlag dafür, dass er sich seiner zweiten Karriere widmete und sich zum Coach ausbilden ließ.

Heute arbeitet er gemeinsam mit einer Kollegin hauptsächlich im Team Coaching und begleitet Teams von 8 bis 15 Personen durch einen dreimonatigen Prozess, der auch Einzelcoachings beinhaltet.

Marketing? Word of mouth only!

Wie ich bereits von einer anderen Kollegin erfahren hatte, die als Deutsche eine Zeitlang hier in Neuseeland als Coach gearbeitet hatte, läuft hier eigentlich alles über das persönliche Netzwerk. Das ist im Grunde nicht weiter erstaunlich: Bei nur 4,4 Millionen Einwohnern insgesamt kennen hier wirklich alle um zwei Ecken herum alle anderen.

Scott erzählte mir, dass er seine Kunden ganz aktiv um Empfehlungen bittet – und das halte ich ja ganz grundsätzlich für eine gute Idee.

Thank you, Scott!

Gegen Ende unseres Gesprächs gab er mir noch jede Menge Tipps. Ihm habe ich den Tagesausflug nach Waiheke Island zu verdanken.

Und dann bot er einfach ganz unkompliziert an, mich am Mittwoch an meinem Hostel abzuholen und zum Vermieter meines Campervans zu bringen! Ich war durch diese Geste total berührt. Wahrscheinlich hat er gemerkt, dass mich das Ganze irgendwie auch stresste. Durch dieses Angebot nahm er mir wirklich einigen Stress, dafür war und bin ich so dankbar!

Gesagt, getan: Am Mittwoch stand er pünktlich vor meiner Unterkunft, und angekommen bei Eurocampers achtete er dann noch darauf, dass dort wirklich alles ok und ich in guten Händen war.

Die vielbeschworene Freundlichkeit, die den Kiwis nachgesagt wird – hier durfte ich sie erleben. Thank you, Scott, it was such a pleasure to meet you!

Land der langen weißen Wolke

7. November 2019 von Heide | 5 Kommentare

So nannten die Maori Neuseeland: „Aotearoa“ – „Land der langen weißen Wolke“

Heute morgen wachte ich früh auf und entschied, nach dem Frühstück einen Strandspaziergang zu machen, zumal die Sonne sich gerade zeigte. Ich überquerte den kleinen Fluss, was bei Ebbe kein Problem ist. Nur wenige Minuten später stand ich plötzlich im Nebel und konnte nur noch wenige Dutzend Meter weit sehen.

Da dachte ich, vielleicht kommt die Bezeichnung daher. Plötzlich stehst du scheinbar mitten drin in der Wolke.

Es war eine völlig mystische, irgendwie unwirkliche Atmosphäre. Ich war ganz allein. Rechts von mir brachen sich die Wellen am endlosen Strand. Einige Seevögel suchten nach Futter. Hin und wieder war die Sonne hinter den Nebenschwaden zu erahnen. Es war einfach unglaublich schön.

Eindrücke von heute morgen:

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Als ich nach einer halben Stunde wieder zurück war, ging ich schnurstracks zur Rezeption und verlängerte meinen Aufenthalt um einen Tag. Eine gute Entscheidung. Denn ich merkte: Ich will mich noch gar nicht damit beschäftigen, wohin es als nächstes gehen soll. Ich fühle mich insgesamt noch etwas orientierungslos. Wahrscheinlich ist meine Seele noch nicht ganz hier angekommen.

Heute Mittag lief ich in der anderen Richtung am scheinbar endlosen Strand entlang, in Richtung auf die von den sehr freundlichen Mitarbeitern empfohlenen Muschelfelsen. Barfuß auf dem mal weichen, aber zumeist durch die Nässe der letzten Flut kompakten Sand. Aber das Ende des Strands war für mich nicht zu sehen. Denn wieder verdeckten Nebelschwaden, die vom Meer hereinschwebten oder direkt vom Sand aufstiegen, die Sicht.

Und ich dachte, ja, so ist das, das Ende ist nicht absehbar. Wir wissen alle nicht, wie und wo es mal enden wird …

Solcherart philosophisch gestimmt, lief ich einfach weiter, und natürlich kam ich auch an bei den Muschelfelsen.

Eindrücke von heute Mittag:

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Da saß ich dann am Strand und schaute zu, wie die Flut langsam wieder einsetzte. Weit und breit war niemand zu sehen. Ich war ganz allein. Fantastisch und furchterregend zugleich.

Wo will ich hin mit dieser Reise?

Alles war über die letzten Monate darauf ausgerichtet, es hierher zu schaffen. Nun bin ich da. Manchmal kommen mir tatsächlich die Tränen, und ich muss es mir nochmal bestätigen: Ja, ich habe es getan! Ich bin wirklich hier! – Und jetzt?

Ich schätze, diese Frage dürfte mich noch ein Weilchen beschäftigen in den nächsten Tagen. Ich nehme mir einfach die Zeit, die es braucht. Weil ich ja hier bin, um anzukommen und nicht, um einfach weiter drauflos zu hetzen.

 

 

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Waiheke Island

4. November 2019 von Heide | Keine Kommentare

All in one: Bootstour, Wein, Strand und Wandern

Gestern morgen traf ich Scott Beattie, einen Kollegen aus Oakland, Leadership Coach, zum Kaffee. Dazu schreibe ich noch einen separaten Artikel.

Er legte mir jedenfalls wärmstens ans Herz, den restlichen Tag dazu zu nutzen, mit der Fähre nach Waiheke Island zu fahren und mir die verschiedenen Weingüter anzuschauen, die teilweise preisgekrönt sind.

Bei strahlendem Sonnenschein fand ich, das klang nach einer guten Idee – und das war es auch.

Rund 35 Minuten auf dem Boot, eine traumhafte Landschaft, ein bisschen Wandern, lecker essen, ein schöner Wein dazu. Anschließend ein weiterer kleiner Spaziergang von ca. 30 Minuten nach Oneroa. Von dort aus stieg ich in den Hop-on-hop-off-Bus bis nach Onetangi und verbrachte dort eine schöne Zeit am Strand. Im Bikini. Das fühlte sich echt noch äußerst unwirklich an.

Meine selbst gesetzte Challenge (jeden Tag mindestens eine Person in ein Gespräch verwickeln), habe ich auch geschafft: Mit der Bedienung im The Verandah (Cable Car Vineyard) habe ich ein Weilchen geplaudert und erfahren, dass sie Finnin ist und für ein Jahr hier. Sie macht Work&Travel, obwohl sie zuhause zwei Kinder hat (11 und 13), um die sich ihr Mann kümmert, um ihr diese Auszeit zu erlauben. Und sie hat ihre Kinder natürlich auch gefragt, ob das für sie ok wäre. Sie meinte, wenn sie selbst oder die Kids irgendwann finden, es sei jetzt genug, würde sie halt früher in den Flieger nach Hause steigen. Das fand ich echt bemerkenswert.

Am Strand begegnete mir beim Schlendern ein Mann mit seinem Hund, der sich auch sofort in ein Gespräch verwickeln ließ. Bisher stimmt das Vorurteil über die Kiwis jedenfalls total: Von der Frau an der Kasse im Supermarkt bis zu den Menschen, die dir beim Wandern begegnen – einfach alle supernett!

Insgesamt war es ein traumhafter Tag, obwohl ich zu wenig Zeit hatte, um mehr Wein zu verkosten ;-). Aber das war für das Budget auch schonender … die Fahrt kostete immerhin 68 neuseeländische Dollar inklusive der Busnutzung (umgerechnet knapp 40 €). Aber es hat sich absolut gelohnt!

Und hier ein paar Eindrücke, um dich ein bisschen neidisch zu machen … ;-) Wenn du auf eins der Bilder klickst, öffnet sich die Galerie.

Diese Galerie enthält 38 Bilder

©depositphotos.com/peshkova

31. Oktober 2019
von Heide
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Meine persönliche Kontakt-Challenge

Offen sein, mich zeigen, Spaß haben!

Ich vermute mal, die meisten von euch da draußen, die mich schon ein Weilchen begleiten, würden nicht unbedingt annehmen, dass ich eigentlich ziemlich schüchtern bin. Doch, echt.

Alleine um die halbe Welt zu fliegen, um dann mit dem Campervan 3 Wochen allein über die Nordinsel Neuseelands zu fahren, ist für mich auch deshalb eine Herausforderung, weil mich das zwingt, täglich in Kontakt mit fremden Menschen zu gehen.

©depositphotos.com/peshkova

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Ich kann mich an einen Städteurlaub vor ca. 10 Jahren erinnern. Damals war ich allein in Madrid. Tagsüber war das kein Problem. Aber abends fühlte ich mich total allein und einsam und war einfach nicht in der Lage, über meinen Schatten zu springen und allein vor die Tür zu gehen. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, alle würden mich nur total blöd angucken … Ja, ich weiß, völlig absurd im Grunde. Aber tatsächlich habe ich die Abende allein auf meinem Zimmer verbracht.

Diesmal soll mir das nicht passieren. Deshalb habe ich bereits im Vorfeld Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen aufgenommen, die in Neuseeland als Coach tätig sind. Die meisten von ihnen sitzen in Auckland, der größten Stadt des Landes. Da trifft es sich gut, dass ich die ersten 3 Tage dort verbringe, bevor ich den Campervan übernehme. Ich werde wahrscheinlich mindestens drei von ihnen treffen und freu mich jetzt schon darauf!

Eine weitere Kollegin sitzt auf der Coromandel-Halbinsel, und natürlich werde ich auch dort vorbeischauen. Ich finde es großartig, dass ich schon ein paar Anlaufpunkte habe.

Natürlich werde ich die Kolleginnen und Kollegen darüber ausfragen, wie sie zum Coaching gekommen sind, welche Ausbildungen sie durchlaufen haben und wer ihre Kunden sind bzw. wie sie diese finden. Auch ihre Positionierung und ihr Marketing interessieren mich sehr. Ich bin echt gespannt darauf, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten sich da zeigen werden. Wenn diese Coaches einverstanden sind, werde ich über unsere Begegnung auch jeweils bloggen, so dass auch ihr etwas von diesen Gesprächen erfahrt.

Meine Challenge: Täglich ein Gespräch

Abgesehen davon habe ich mir eine kleine persönliche Challenge vorgenommen: Jeden Tag will ich einen fremden Menschen in ein Gespräch verwickeln! An manchen Tagen ist das ganz einfach, denke ich. An anderen Tagen wird mich das etwas Überwindung kosten. Ich bin sehr gespannt, ob ich das durchhalten kann! Ich werde auch darüber berichten.

Das alles habe ich mir vorgenommen, weil ich weiß, dass es eigentlich die Begegnungen mit anderen Menschen sind, die einen Aufenthalt in einem anderen Land so unvergesslich machen. Ja, die Landschaften in Neuseeland sind traumhaft schön. Aber wenn ich an frühere Reiseerfahrungen zurückdenke, dann sind es die gemeinsamen Erlebnisse mit anderen Menschen, an die ich mich oft erinnere und die meinen Erfahrungen Tiefe geben.

Jetzt habe ich gerade mal gerechnet: Ich bin 7 Wochen unterwegs, das bedeutet, ich werde mindestens 49 Gespräche führen … Na, dann lass ich mich mal überraschen!

 

 

Zerbrochener Glückskeks mit Zettel Get ready for adventure

28. Oktober 2019
von Heide
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Das wahre Abenteuer

Das eigene Potenzial im Unbekannten entdecken

Zerbrochener Glückskeks mit Zettel Get ready for adventure

©depositphotos.com/bradcalkins

In den letzten Wochen war ich damit beschäftigt, mein Leben auf den Kopf zu stellen:

Ich habe meine Wohnung aufgelöst, in der ich 25 Jahre gelebt habe und gleichzeitig diese Reise in eins meiner Traumländer vorbereitet.

Das hat mich mit vielen Herausforderungen konfrontiert, die mich teilweise echt ans Limit geführt haben. Bei solchen Projekten klappt ja nie alles auf Anhieb, und manche Dinge gehen quasi in letzter Minute schief, und man muss trotzdem noch irgendwie eine Lösung finden.

Es hat schlussendlich alles geklappt, auch wenn ich vier Tage vor dem Auszug auch noch meine Stimme fast gänzlich verloren habe … Der Körper zeigte mir, dass es langsam reicht. Ich glaube, ich habe einfach ziemlich unterschätzt, was das alles auch emotional bedeutet:

  • Der Abschied von Düsseldorf, der Stadt, in der ich 29 Jahre und damit den größten Teil meines Lebens verbracht habe. Und ich habe sehr gern dort gelebt und mich als Rheinländerin gefühlt. Es war irgendwie seltsam in den letzten Wochen, so oft zu denken „Da gehst du jetzt wahrscheinlich zum letzten Mal hin.“ Was natürlich irgendwie Quatsch ist, denn ich werde ja öfter zu Besuch in Düsseldorf sein. Aber eben: zu Besuch. Es fühlt sich halt doch nach Abschied an. Was ja auch richtig ist.
  • All die Dinge, die sich in meiner kleinen Wohnung über die Jahre doch angesammelt hatten, nochmal sichten, bewerten, sortieren und teilweise loslassen – das hat mich intensiv beschäftigt. Ganz zuletzt habe ich zum Beispiel noch den großen Karton voller alter Tagebücher wiederentdeckt. Und mit den Geschichten, die ich schon als kleines Mädchen geschrieben habe.
  • Nicht zuletzt musste ich ja auch vielen Menschen, die mir hier ans Herz gewachsen sind, fürs erste Adieu sagen. Das war mir theoretisch natürlich vorher klar, aber praktisch hat sich das dann oft doch sehr traurig angefühlt und es flossen einige Tränen.

Aufbruch und Neubeginn

Ich bin oft gefragt worden, wieso ich das eigentlich alles tue. Also die Wohnung auflösen, alle Klamotten einlagern und dann erstmal 7 Wochen ganz raus, eben nach Neuseeland. Und danach den Neustart in Lübeck, wo ich noch keine Wohnung habe. Und wieso alles auf einmal.

Darauf konnte ich dann immer nur antworten, dass ich das Gefühl hatte, es sei jetzt einfach dran. In all dem Stress und Wiggel der letzten Wochen habe ich daran wirklich nie gezweifelt. Es war die richtige Entscheidung.

Als Coach rede ich ja immer viel darüber, die Komfortzone zu verlassen. In der Regel meine ich damit gar nicht unbedingt so radikale Schritte. Kleine Veränderungen, die einen vor eine gewisse Herausforderung stellen, trainieren aber den „Mutmuskel“. Das habe ich in der Vergangenheit immer wieder getan.

Jedes Mal konnte ich etwas über mich dabei lernen. Staunend entdecken, wie mutig ich eigentlich bin, zum Beispiel. Oder herausfinden, dass Gästebetreuung in einem Yogacenter mir auch große Freude machen kann. Zuletzt habe ich das literarische Schreiben wieder für mich entdeckt. Damit irgendwann nach draußen zu gehen, wird auch wieder interessant …

Durch diese ganzen Vorerfahrungen war für mich nun auch der große Schritt möglich – und ich spüre schon jetzt, was das mit mir macht.

Leben findet außerhalb der Komfortzone statt, jedenfalls das Leben, das ich mir wünsche.

„… nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen. (…)  Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben …“ (aus “Stufen” von Hermann Hesse, einem meiner Lieblingsgedichte)

In diesem Sinne bin ich bereit, die alten Routinen hinter mir zu lassen und mich zu öffnen für die Dinge in mir, die sich noch zeigen wollen. Die das Unbekannte brauchen, um sich zu entfalten. Um das Abenteuer Potenzial wirklich auszukosten.

Jemand sagte kürzlich zu mir „Du wirst als eine andere Heide wiederkommen!“ Und ich bin davon überzeugt, dass das stimmt.

Ich freue mich, wenn du mich in den nächsten Wochen auf meiner inneren und äußeren Reise begleitest. Es ist herzklopfend aufregend, ich habe Angst und fühle mich manchmal ganz wackelig – aber gleichzeitig fühle ich ganz tief drin in mir das totale Vertrauen in die Weisheit meiner Seele, die ganz genau weiß, was für mich richtig ist.

Ka kite ano – bis bald!

14. September 2019
von Heide
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Kooperations- und Marketingmöglichkeiten

Werben auf Coach-across-the-globe.com

Tanzende Maori Frauen beim Waitangi Day and Festival - New Zealand Public Holiday 2013

©depositphotos.com/lucidwaters

Letzte Woche habe ich dir ja verraten, welche Möglichkeiten ich gefunden habe, meinen Aufenthalt in Neuseeland preiswerter zu gestalten.

Darin habe ich bereits einen ersten Affiliate-Link platzieren dürfen, und zwar von der Camperoase, deren Mitarbeiter mich ausgezeichnet beraten haben und über die ich natürlich auch gebucht habe.

Affiliate-Links kommen für mich allerdings nur in Frage, wenn ich die Produkte oder Dienstleistungen entweder selbst kenne oder das Angebot dahinter überzeugt vertreten kann. Falls du der Meinung bist, dass das mit uns passen könnte, freue ich mich, wenn du dich meldest.

Weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit findest du im Menüpunkt Kooperationen.

Was kostet das?

Das kann ich dir noch nicht sagen, denn wir verhandeln das individuell. Es kommt natürlich ganz darauf an, welche Form der Kooperation dir vorschwebt. Aber da mein Blog derzeit noch eine echt geringe Reichweite hat, sind die Kosten absolut überschaubar.

Wer liest hier mit?

Sehr viele meiner Kontakte und damit meiner (Erst-)Leser*innen kommen aus dem Bereich Coaching, Training und Beratung. Auch Menschen aus kreativen Berufen zähle ich zu meiner Leserschaft. Und sicher werden Neuseelandfans dazustoßen und Leute, die ebenfalls gerne reisen.

Wo teile ich meine Artikel?

In erster Linie auf meiner privaten Facebook-Seite, aber auch auf Xing und LinkedIn. Spätestens zu Beginn meiner Reise werde ich auch meinen Instagram-Account reaktivieren.

Im besten Fall profitieren wir beide von unserer Kooperation: Du ermöglichst mir mit deiner Buchung einen kleinen Zusatzverdienst – für den ein oder anderen Kaffee wird es wohl reichen, und darüber freue ich mich wirklich sehr. Und du erreichst Menschen aus deiner Zielgruppe, die eine hohe Affinität zu den Themen Potenzialentwicklung, Weiterbildung und natürlich Reisen hat.

Hier findest du alle Möglichkeiten zur Kooperation, und ich freue mich darauf, von dir zu hören!

4. September 2019
von Heide
4 Kommentare

Günstig Urlaub machen in Neuseeland

Mit kleinem Budget im Campervan unterwegs

So allmählich verkleinert sich das Zeitfenster bis zum Start meines Abenteuers. Im Moment sieht es so aus als würde es ein Low-Budget-Urlaub werden, denn ich bin ja Freiberuflerin mit eher überschaubarem finanziellem Spielraum. Ich arbeite dran, aber in der Zwischenzeit habe ich mich mal schlau gemacht, wie ich meine Kosten auf der Reise einigermaßen gering halten kann, auch wenn ich nicht der typische Backpacker bin.

Und siehe da, ich bin durchaus fündig geworden. Neuseeland gilt ja nicht gerade als preiswertes Urlaubsland, aber mit ein bisschen gutem Willen lässt sich an der ein oder anderen Stelle durchaus sparen.

Alle Angaben natürlich ohne Gewähr, denn noch bin ich nicht drüben und kann nicht beurteilen, wie das wirklich klappt. Ich werde diesen Artikel aber auf jeden Fall aktualisieren.

Sparen bei der Anreise

Wolken und Himmel aus Flugzeugfenster

©depositphotos.com/06photo

Grundsätzlich lohnt es sich immer, verschiedene Anbieter und auch Flughäfen zu checken. Ich wollte ursprünglich von Düsseldorf aus fliegen, aber dann habe ich über cheaptickets.de einen rund 400 Euro günstigeren Tarif ab Frankfurt gefunden. Dahin fahre ich von hier aus gerade mal 1,5 Stunden, und der Sparpreis ist deutlich preiswerter als 400 Euro!

Weitere Möglichkeiten:

  • Manchmal gibt es beim Cashback-Anbieter shoop günstige Reisedeals. Dort vorbeizuschauen, kann durchaus lohnenswert sein.
  • Gleiches gilt für travel-dealz.de, und auch die urlaubspiraten.de haben immer wieder mal günstige Angebote online.
  • Fluggesellschaften direkt auszuspähen, kann sich auch durchaus lohnen. Beinahe hätte ich einen günstigen Flug über Emirates geschossen, der aber einen Tag später schon nicht mehr verfügbar war. Da ist also Entscheidungsfreude gefragt, wenn du auf so ein günstiges Angebot stößt.

Campervan günstig mieten

Campervan im Fjordland/NZ

©depositphotos.com/lucidwaters

Meinen schicken Euro Sky, einen der besten Hitops momentan, habe ich über die Camperoase* gebucht. Die kann ich übrigens wärmstens empfehlen: Das Unternehmen sitzt hier in Deutschland, hat aber beste Verbindungen zu allen Vermietern in Neuseeland, weil die Gründer über Jahre dort gelebt  und eine vertrauensvolle Beziehung mit den Anbietern aufgebaut haben. Die Beratung ist wirklich sehr nett und kompetent. Ich würde jederzeit wieder dort buchen. Auch hier gilt: Je früher, desto besser.

Wenn du in Erwägung ziehst, von Privatleuten zu buchen, dann ist shareacamper.co.nz vielleicht auch interessant für dich. Da musst du aber wirklich früh dran sein, ich kam dieses Jahr definitiv zu spät, um noch ein gutes Gefährt zu einem annehmbaren Preis zu finden.

Preiswert campen in Neuseeland

Wegweiser zu einem Campingplatz

©depositphotos.com/catreen

Sofern du einen „selfcontained“ Campervan gebucht hast, was ich dir dringend empfehlen würde, kannst du teilweise noch frei campen. Aber Vorsicht: Das ist nicht mehr überall erlaubt! Mach dich auf jeden Fall vorher schlau. Hier findest du einige Infos zum Freedom Camping.

Dann gibt es die DOC (Department of Conservation) Campingplätze. Hier betragen die Kosten ungefähr 6 bis 10 NZD pro Person. Dafür gibt es dann eine Toilette, manchmal fließendes Wasser und kalte (!) Duschen. Auch hier dürfen nur selfcontained-Fahrzeuge campen. Die verfügbaren Campingplätze und weitere Infos findest du auf der Website des DOC.

Die Holiday Parks kosten zwischen 15 und 30 NZD pro Person und bieten dafür deutlich mehr Komfort. Mal sehen, wie oft ich mir das leisten werde!

Auf jeden Fall eine gute Idee ist die Anschaffung verschiedener Apps:

  • Mit CamperMate lassen sich private Stellplätze aufspüren, zum Beispiel von Farmern, Privatleuten, Cafébesitzern, die auch oft recht preiswert sind. Und gleichzeitig bekommst du so gleich Anschluss an nette Kiwis. Darauf freue ich mich schon. Denn da ich ja allein unterwegs sein werde, liegt mir sehr daran, schnell Kontakt zu Leuten vor Ort zu finden.
  • Auch über Campable lassen sich Campingplätze und Vermieter finden und auch direkt buchen.
  • Und schließlich wurde mir noch Rankers NZ empfohlen. Hier findest du nicht nur alle Campingplätze nach Kategorien sortiert, sondern auch Wandertipps, Hinweise zu Visitor Centers und Supermärkten etc. Klingt nach einer unverzichtbaren App, ehrlich gesagt!

Einkaufen und Tanken

Tankstutzen vor neuseeländischer Flagge

©depositphotos.com/Alexis84

Einen lustigen Tipp habe ich entdeckt, um beim Tanken zu sparen: Wenn du mit dem Kassenbon vom letzten Einkauf tanken fährst – unbedingt noch am selben Tag – bekommst du einen kleinen Rabatt auf den Liter Benzin, wenn du für mindestens 40 NZD tankst. Gut zu wissen, oder?

Richtige Discounter wie bei uns gibt es in NZ wohl nicht. Aber Countdown und New World vergeben Discount-Karten, als Papierversion bei deinem Einkauf. Damit lassen sich ein bis zwei NZD bei jedem Einkauf sparen, und das summiert sich schließlich auch.

Wie überall kannst du auch in Neuseeland preisgünstiger einkaufen, wenn du saisonale Produkte kaufst. Hier findest du eine Übersicht über saisonale Produkte in NZ.

Und noch ein Tipp zum Thema Trinkwasser: Du kannst dir deine Wasserflasche in öffentlichen Einrichtungen kostenfrei auffüllen lassen. Das ist doch mal nett.

Günstig surfen in Neuseeland

Laptop und Handy auf Holztisch

©depositphotos.com/AlexBrylov

Natürlich will ich auch in Neuseeland online gehen können, ab und zu meine Mails checken oder hier bloggen. Deshalb schaue ich mich jetzt schon mal um, welche Möglichkeiten es da gibt.

  • Oft wird empfohlen, sich eine neuseeländische SIM-Karte von Spark zuzulegen mit 1, 3, 5, 9, 12 oder 24 GB: Kostenpunkt € 21,90 bis € 99, wenn man von hier aus bucht. Außerdem hat Spark im ganzen Land verteilte Hotspots, an denen man pro Tag für 1 GB kostenfrei surfen kann. Das klingt schon mal ganz gut.
  • Eine andere Möglichkeit wäre, sich über Simly schon hier in Deutschland eine Prepaid-Karte mit 1,3 oder 12 GB zu besorgen für € 29,90.

Ich bin noch nicht entschieden, welche Variante ich nutzen werde. Vielleicht gibt es ja auch noch andere Ideen? Ich bin dankbar für weitere Hinweise.

Ausflüge zum kleinen Preis

Aus dem Wasser springender Buckelwal

©depositphotos.com/KonArt

Wie hier gibt es auch in Neuseeland Rabatt-Seiten, wo man vergünstigte Angebote für beliebte Freizeitaktivitäten wie Ausflüge und auch Restaurants erwerben kann. Diese beiden habe ich entdeckt:

Vielleicht gelingt es mir ja, meinen Traum vom Whale watching wahrzumachen …

Last, but not least

Ich plane ja, nach den 3 Wochen im Campervan noch weitere 4 Wochen in Wellington zu verbringen. Mein Rückflug geht dann allerdings auch wieder ab Auckland, das heißt, ich muss für den Rückweg eine möglichst günstige Möglichkeit finden.

Da bin ich auf zwei Anbieter gestoßen, die ihre Mietwagen, die one way von Auckland nach Wellington gemietet wurden, gern wieder in Auckland stehen hätten. Sie bieten die Möglichkeit, so einen Transfer für kleines Geld zu übernehmen. Das werde ich sicher im Auge behalten. Hier die beiden Seiten für Relocation von Mietwagen:

Das ist das vorläufige Ergebnis meiner Recherchen.

Hast du noch weitere Tipps zum Thema Sparen in Neuseeland für mich und meine Leser*innen? Dann freue ich mich über deinen Kommentar! Vielen Dank :-).

*Die mit einem Stern gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links, d.h. ich erhalte eine kleine Provision, wenn ihr darüber bucht. Bei einigen Anbietern, wie z. B. der Camperoase, erhaltet auch ihr einen kleinen Rabatt.

23. Juli 2019
von Heide
2 Kommentare

Flugticket gebucht!

Ich hab’s getan!

Hier der Beweis:

https://www.facebook.com/nasenfaktor

Manchmal hört das Universum ja gut zu :-). Ich habe eine schöne Nachzahlung von der VG Wort erhalten und diese in mein Ticket investiert. Wie ihr seht, fliege ich ab Frankfurt. Die Flüge sind durchschnittlich bis zu 400 Euro günstiger als von Düsseldorf aus, und man kann von hier aus sehr entspannt mit dem ICE direkt zum Flughafen fahren.

Und die Anzahlung für den Campervan habe ich auch gleich erledigt.

Sogar die Unterkunft in Auckland für die ersten drei Tage habe ich bereits gebucht. Denn ich habe mich entschieden, mich erstmal zu akklimatisieren und den Jetlag ein bisschen einzudämmen, bevor ich mich ins Wohnmobil setze und den Linksverkehr bewältigen muss. Ich glaube, das ist für mich und den Rest der Welt die gesündere Variante ;-).

Es ist wirklich wahnsinnig aufregend. Jetzt gibt es eigentlich kein Zurück mehr. Ich freu mich so!

Sehnsuchtsfutter: Neuseeland im Zeitraffer

12. Juni 2019 von Heide | Keine Kommentare

Gerade habe ich bei der Bildrecherche einen wunderschönen Film gefunden. Das sind wirklich atemberaubende Aufnahmen, die der Filmemacher Martin Heck eingefangen hat.

Mir helfen solche Aufnahmen dabei, mir immer wieder zu visualisieren, was ich erreichen möchte – in diesem Fall eben meine Reise nach Neuseeland.

Arbeitest du auch mit Visualisierungen?